GRES. Unidos de Vila Isabel

Unidos de Vila Isabel[1]

 

Der samba im Bezirk Vila Isabel blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründeten sich hier in den Straßen dieses Bezirkes diverse blocos, beispielsweise der bloco „Faz Vergonha“, zu dessen Mitglied unter anderem der bekannte Komponist Noel Rosa zählte.[2] Zunächst bestand in Vila Isabel ein bloco, der „Bloco Acadêmicos da Vila“, mit den Farben Rot-Weiss, der jährlich zur Karnevalszeit durch den Bezirk zog.

 

Im Jahre 1946 hatte Antônio Fernandes da Silveira, welcher heute unter dem Namen „Seu China” bekannt ist, die Idee, aus dem bloco eine escola zu gründen, was unter seiner Leitung am 4. April 1946 in die Realität umgesetzt wurde. Unter den Flaggenfarben Blau-Weiß gründete sich damit die GRES. Unidos de Vila Isabel, mit „Seu China“ (Antônio Fernandes da Silveira) als erstem Presidenten.[3]

 

Von diesem Moment an war die Vila Isabel offiziell als Sambaschule (escola de samba) registriert und begann, im Wettstreit mit anderen escolas zu konkurrieren.[4] Ihren einschlagensten Sieg errangen sie 1988 mit Kizomba, Festa da Raça („Kizomba, Fest der Rasse“), einer Hommage an die Abschaffung der Sklaverei einhundert Jahre zuvor.[5]

 

 

 

[1] Vgl. Stefan Mayer-Guerr: Rio de Janeiro - Vila Isabel. Land der Poeten und Komponisten, http://www.vila-isabel.de/geschichte/escola.htm; 26.7.2013.

[2] bloco: traditionelle Gruppen von afrobrasilianischen Musikern, „Block“, Vgl. Chris McGowan und Ricardo Pessanha: The Brazilian Sound. Samba, Bossa Nova und die Klänge Brasilien, S. 44, 52.

[3] Vgl. Martinho da Vila: Kizombas, Andancas e festanças, Rio de Janeiro 21998., S. 180 ff.

[4] Zur ausführlichen Gründungsgeschichte der Vila: Vgl. Martinho da Vila: Kizombas, Andancas e festanças, Rio de Janeiro 21998.

[5] Über 1988, Kizomba, siehe auch: Martinho da Vila: Kizombas, Andancas e festanças, Rio de Janeiro 21998, S. 111 ff.

 

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© Friederike Jurth